Simulationstraining für den Ernstfall

DGKP Jürgen Mayer, DGKP Karin Dattler, PFA Sandra Altrichter, DGKP Barbara Klein, als Patient OP-Gehilfe Anton Dattler

DGKP Jürgen Mayer, DGKP Karin Dattler, PFA Sandra Altrichter, DGKP Barbara Klein, als Patient OP-Gehilfe Anton Dattler

DGKP Barbara Klein, DGKP Karin Dattler, Leiter des Simulationstrainings DGKP Christian Prinz

DGKP Barbara Klein, DGKP Karin Dattler, Leiter des Simulationstrainings DGKP Christian Prinz

GMÜND. Unter dem Motto „Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein“ trainierte das Ambulanzteam des Landesklinikums Gmünd, unter der Leitung von DGKP Christian Prinz, ausgebildeter Anästhesie- und Intensivpfleger, die notfallmäßige Versorgung von schwerverletzten PatientInnen.

Notfallsituationen mit schwerverletzten PatientInnen sind in den meisten Krankenhäusern keine Alltäglichkeit. Es ist enorm wichtig das Gesundheitspersonal bestmöglich darauf vorzubereiten. Daher absolviert das Ambulanzteam des Landesklinikums Gmünd in regelmäßigen Abständen ein Simulationstraining um in Realsituationen schnell und effektiv reagieren zu können.

 

Zusammengestellt und angeleitet wurde das Szenario von Christian Prinz, einem diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger mit Sonderausbildung Anästhesie- und Intensivpflege. Er hat mehrere Weiterbildungen im Bereich Notfallmedizin absolviert und ist Notfallsanitäter mit allgemeiner Notfallkompetenz. Zusätzlich besuchte er internationale Kursformate wie Advanced Medical Life Support (AMLS) oder Pre Hospital Trauma Life Support (PHTLS).

 

„Da diese Szenarien in der gewohnten Arbeitsumgebung und mit dem vertrauten technischen Equipment durchgeführt werden, liegt der positive Aspekt des Trainings klar auf der Hand“, erklärt die stellvertretende Leiterin der Abteilung DGKP Sabine Haller.

 

In einem fiktiven Beispiel werden unter realen Bedingungen die PatientInnen-Beurteilung, die Ersteinschätzung sowie die Priorisierung der lebensrettenden Sofortmaßnahmen geübt.

 

„In weiterer Folge werden im geschützten Rahmen beispielsweise die Reposition von offenen Knochenbrüchen, die Kompression einer Beckenfraktur sowie weiterführende intensivmedizinische Versorgungsschritte realistisch dargestellt“, ergänzt Christian Prinz.

 

Die TeilnehmerInnen erfahren im Vorhinein nicht um welchen Notfall es sich handelt. Es sollten gänzlich neutrale und reale Bedingungen geschaffen werden und die Notfallrettungskette von Anfang bis Ende dargestellt und trainiert werden.

 

„Der Fokus liegt jedoch nicht nur in technisch-manuellen Fertigkeiten oder fachlichem Wissen, sondern zu einem hohen Anteil an sogenannten <<Non-Technicals-Skills>>, wie beispielsweise koordinierte Abläufe oder professionelle Notfallkommunikation“, so DGKP Prinz weiter.

 

Abschließend wird von den Verantwortlichen betont, dass ein Simulationstraining nachweislich dazu dient, alte Strukturen zu evaluieren und neue Strukturen zu erproben sowie MitarbeiterInnenkompetenz und -zufriedenheit zu steigern, um letztlich die Sicherheit der PatientInnen zu erhöhen.