Neuer Gesundheitsberuf „Operationstechnische Assistenz“ startet ab Herbst in Horn

Präsentation des neuen Berufs "Operationstechnische Assistenz"

ST. PÖLTEN - Die neuen „Operationstechnischen Assistenten“ (OTA) werden zukünftig in allen Kliniken im OP-Bereich, in der Notfallambulanz, im Schockraum, Endoskopie oder auch für die Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte im Einsatz sein. Ausbildungsstart ist ab Oktober in der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Horn mit 24 Plätzen.

„Mit dem Start des Gesundheitsberufes ‚Operationstechnische Assistentin / Operationstechnischer Assistent‘ wollen wir ganz gezielt Menschen ansprechen und gewinnen, die sich für den medizinischen Bereich interessieren, aber nicht zwingend in die klassische Pflege gehen wollen. Also jene, die technik- und medizinaffin sind, aber nicht auf Bettenstationen arbeiten wollen oder sich das zutrauen“, erklärt LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf im Rahmen einer Pressekonferenz zur Präsentation des neuen Berufsbildes. Die Operationstechnische Assistenz (OTA) wird zukünftig in allen Kliniken im OP-Bereich, in der Notfallambulanz, im Schockraum, der Endoskopie oder auch für die Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte- AEMP im Einsatz sein und ist eine gute Ergänzung für die bestehende Berufsgruppe Gehobener Dienst für Gesundheits- u. Krankenpflege – Pflege im Operationsbereich. Dort werden sie vor allem Patientinnen und Patienten vor und nach ihrer Operation betreuen, Ärztinnen und Ärzte bei Operationen assistieren und die Dokumentation der durchgeführten Operationen vornehmen.

„Pro Jahr starten fast 1.000 junge Menschen eine Ausbildung in unseren Gesundheits- und Krankenpflegeschulen. In Zukunft wird dies mit dem neuen Berufsbild noch weiter ansteigen. Auch bei den Ärztinnen und Ärzte setzen wir mit an und unterstützen angehende Mediziner mit der Initiative „NÖ studiert Medizin“ oder schaffen auch durch die Karl-Landsteiner Privatuniversität Studienplätze. Pro Jahr nehmen wir rund 450 Ärztinnen und Ärzte in unseren NÖ Kliniken auf“, so Pernkopf.

„Das Personal ist die wichtigste Ressource im Pflege- und Betreuungsbereich, weshalb wir in Niederösterreich auch schon mehrere wertvolle Maßnahmen im Ausbildungsbereich gesetzt haben. Die Sicherstellung einer modernen und regional ausgewogenen Gesundheits- und Pflegeversorgung ist eine der ganz zentralen Herausforderungen der Zukunft. Daher wollen wir mit der Ausbildung der OTA am Schulstandort Horn im Waldviertel starten. Um Synergien mit bereits bestehenden einschlägigen Ausbildungseinrichtungen zu nutzen, wird die Ausbildung an Gesundheits- und Krankenpflegeschulen angeboten“, so Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.

Dreijährige Ausbildung

Die Ausbildung dauert drei Jahre – dafür wird eine Matura nicht als Voraussetzung benötigt.  Zusätzlich baut die OTA Ausbildung nicht zwingend auf eine vorangegangene Pflegeausbildung auf, weshalb damit auch eine neue Zielgruppe angesprochen wird. „Vor allem der praktische Teil der Ausbildung überwiegt: Die Aufteilung erfolgt in 1600 Stunden Theorie und 3000 Stunden Praxis. Das Berufsbild umfasst die eigenverantwortliche perioperative Betreuung und Versorgung der Patientinnen und Patienten sowie die Assistenz des Arztes / der Ärztin bei operativen Eingriffen nach ärztlicher Anordnung“, erklärt Susanne Gröschel von der NÖ Landesgesundheitsagentur. „Start ist der 20. Oktober am Schulstandort Horn. Eine Ausrollung des Ausbildungsangebotes 2023 auf weitere NÖ Schulstandorte ist dann infolge geplant. Bewerbungen können jetzt schon jederzeit eingereicht werden“, so Gröschel.

Auch die Pflegedirektorin aus dem LK Horn, Elisabeth Klang betont: „Der neue Gesundheitsberuf ist eine sehr gute Ergänzung für unsere bestehenden Teams im OP Bereich und in der Ambulanz. Wir freuen uns sehr, dass die Ausbildung bei uns am Standort in Horn startet und dann auf Niederösterreich ausgerollt wird“.

Alle Informationen zum Ausbildungsangebot, Zugangsvoraussetzungen, theoretische und praktische Lehrinhalte finden sich ab heute auf NÖ LGA Homepage unter: www.pflegeschulen-noe.at/ota

Bildtext v.l.n.r.: Oberarzt Innere Medizin 3, UK St. Pölten Michael Vock, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Elisabeth Klang, Pflegedirektorin aus dem LK Horn, Susanne Gröschel, NÖ Landesgesundheitsagentur und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf

Fotocredit: NLK Pfeffer


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