Ein letzter Wunsch – E-Boot fahren mit dem Sohn

Fahrzeug "Rollende Engel" Außenaufnahme

Fahrzeug "Rollende Engel" Außenaufnahme

GMÜND. Das mobile Palliativteam Gmünd in Unterstützung mit dem Verein „Rollende Engel“ erfüllte einem Patienten des Klinikums seinen letzten Wunsch. Einmal noch gemeinsam mit seinem Sohn E-Boot fahren auf dem Ottensteiner Stausee.

 

Das mobile Palliativteam aus dem Landesklinikum Gmünd versorgt seit wenigen Wochen ihren Patienten Martin, der an Krebs leidet. Sein Tumor wächst am Hals bereits viele Zentimeter nach außen und bereitet ihm sehr große Qualen. Ärzte in den Krankenhäusern können leider nichts mehr für ihn tun, außer die Schmerzen so erträglich wie möglich zu machen.

 

Trotz der schweren und schlimmen Diagnose lässt sich der Niederösterreicher seinen Lebensmut nicht nehmen.

 

„Bei einem Verbandwechsel erzählte mir Martin, dass er noch einmal gerne mit seinem Sohn ein E-Boot auf dem Ottensteiner Stausee fahren möchte. Das wäre sein größter Wunsch“, schildert DGKP Eva-Maria Spiesmaier.

 

„Ich war tief gerührt von diesem Wunsch und erinnerte mich an den Verein „Rollende Engel“, auf den ich erst kürzlich aufmerksam geworden war. Sie erfüllen österreichweit schwerkranken Personen ihren letzten Wunsch“ erklärt DGKP Spiesmaier. „Daraufhin kontaktierte ich das Team und schilderte ihnen die Situation“, ergänzt sie.

 

 

Nur wenige Tage später brachen die ehrenamtlichen Wunscherfüller auf und holten Vater und Sohn von Zuhause ab. Begleitet wurden sie von DGKP Eva-Maria Spiesmaier und DGKP Rudolf Haller vom Palliativteam Gmünd.

 

Gut gelaunt und mit Musik von „CCR“ und „Eric Clapton“ ging es im „rollenden Engel“ an den Stausee in Ottenstein. Am Ziel angekommen strahlten Martins Augen, da er in dieser Gegend reichlich Zeit seiner Kindheit verbracht hatte und von dort viele schöne Erinnerungen mitnehmen konnte.

 

Schnell wurden zwei E-Boote ausgesucht und die Reise über den wunderschönen Stausee konnte endlich beginnen. Martin und sein Sohn fuhren gemeinsam in einem Boot. DGKP Rudolf Haller und die „Engel“ folgten im zweiten, immer für einen etwaigen Notfall gerüstet.

 

Vater und Sohn konnten noch einmal die Natur genießen, einmal noch in Ruhe über alles sprechen, einfach eine schöne Zeit miteinander verbringen. Nach eineinhalb Stunden wurde wieder am Steg angelegt und im Seerestaurant eingekehrt. Ein letztes Bier mit tollem Ausblick vor der Heimreise. Martin war überglücklich, genauso hatte er sich seinen „letzten Wunsch“ vorgestellt.

 

 

Bildtext:

Auto „Rollende Engel“

 

 

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